Januar 2012 - Was bedeutet eigentlich IGel? Die Abkürzung IGel steht für „Individuelle Gesundheitsleistungen“. IGel bezeichnet medizinische Leistungen, die von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht bezahlt werden, weil sie nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehören. Individuelle Gesundheitsleistungen (Diagnose- und Behandlungsmethoden) werden den Kassenpatienten der GKV zusätzlich angeboten und müssen selbst bezahlt werden. Alle diese nicht von der gesetzlichen krankenversicherung abgedeckten Leistungen werden in einer sog. IGel-Liste. Die IGel-Liste wurde 1998 von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und den freien ärztlichen Berufsverbänden herausgegeben. Informationen zu IGel findet man unter www.igel-verzeichnis.de.
Gesetzliche Krankenkassen wollen auf Zusatzbeiträge verzichten
Dezember 2011 - Millionen gesetzlich Krankenversicherte verließen in den vergangenen Monaten ihre gesetzliche Krankenkasse, um diesen Zusatzbeitrag auf den normalen Beitrag nicht zahlen zu müssen, Das hatte negative finanzielle Folgen für die jeweilige Krankenkasse. Damit soll es 2012 erst einmal vorbei. Schon im ersten Halbjahr 2012 - so schätzen jedenfalls Experte - wird keine gesetzliche Krankenkasse mehr einen Zusatzbeitrag verlangen. Stattdessen würden alle getzlichen Krankenkassen nur noch den staatlich festgesetzten Einheitsbeitrag von 15,5 % verlangen. Die deutlich sichtbaren Unterschiede im Preis einer gesetzlichen Krankenversicherung wären damit nivelliert.
Der Grund, weshalb es 2012 keine Zusatzbeiträge geben wird, ist vor allem die gute Konjunktur. Weil viele Menschen jetzt einen festen Job haben und Krankenkassenbeiträge zahlen, nimmt der Gesundheitsfonds mehr Geld ein als nötig; 2012 sollen es fast 186 Milliarden Euro sein. Wettbewerb wird es allerdings trotzdem geben. Nicht bei den Beiträgen, sondern bei den Leistungen, die eine gesetzliche Krankenkasse anbietet.
November 2011 - Bis zum 30. November muss die Kündigung Ihrer KfZ-Versicherung vorliegen, damit Sie Ihr Fahrzeug ab 1. Januar 2012 bei einer anderen Versicherungsgesellschaft versichern können. Ein Vergleich lohnt sich, denn mit dem Wechsel der Kfz-Versicherung kann man bis zu 500 Euro jährlich sparen.
Am 30. September läuft die Kündigungsfrist für das Versicherungsjahr 2011 ab. Nutzen Sie die Chance und wechseln Sie in eine günstigere Versicherung mit mehr Leistungen und weniger Beiträgen. Das können bis zu 500,00 gesparte Euro pro Jahr sein.
Welche Kündigungsfrist ist vorgegeben?
Viele Versicherungen haben eine Kündigungsfrist von drei Monaten bis zum Jahresende. Und genau die halten Sie ein, wenn Sie jetzt Ihren Versicherungsordner prüfen, Ihre bestehenden Versicherungsverträge checken und aktuelle Tarife vergleichen.
Bei welchen Versicherungen kann ich sparen?
Über 100,00 Euro Sparpotenzial ergeben sich z.B. bei Privat-, Gewässerschaden-, Tierhalter-, Haus- und Grundbesitzer-Haftpflicht-, Hausrat-, Rechtsschutz-, Unfallversicherungen.
Mai 2011 - Die CITY BKK musste Insolvenz anmelden und wird zum 01. Juli 2011 geschlossen. Was sollten dort Krankenversicherte beachten?
Versicherungsschutz bleibt erhalten: Wer gesetzlich krankenversichert ist, hat im Rahmen der Schließung der Krankenkasse weiterhin Versicherungsschutz. Nach Auflösung der Krankenkasse existiert sie rechtlich weiterhin, bis alle Forderungen von Ärzten, Krankenhäusern und Apotheken abgewickelt sind. Behandlungen, die Krankenversicherte vor der Schließung der Krankenkasse begonnen haben, werden somit übernommen.
Einfacher Kassenwechsel: Schließt eine gesetzliche Krankenversicherung, so haben dort Krankenversicherte die allgemeinen Wahlrechte. Sie können also ganz einfach in eine andere gesetzliche Krankenversicherung Ihrer Wahl wechseln. Bis zu zwei Wochen nach Schließung besteht dieses Wahlrecht. Für jede Krankenkassen besteht eine Aufnahmepflicht, unabhängig von Alter oder Krankheit.
Tipp: Jeder gesetzlich Krankenversicherte kann jederzeit seine Krankenkasse frei wählen. Vergleichen Sie die Angebote der gesetzlichen Kassen (GKV).
März 2011 - Wie SpOn berichtet, plant die Bundesregierung offenbar, die Beiträge für die Pflegeversicherung um 0,6 Prozentpunkte zu erhöhen. Ab wann die Versicherten mehr zahlen müssen, stehe allerdings noch nicht fest. Es gebe Zeichen aus dem Kanzleramt, dass "eine Steigerung dieser Größenordnung zumutbar sei", soll es in CDU-Kreisen heissenU. Die zusätzliche Belastung solle in diesem Fall allerdings nicht allein nur den Arbeitnehmern aufgebürdet werden, sondern zu einem gleichen Teil auch den Arbeitgebern.
Januar 2011 - Die von der Bundesregierung Koalition beschlossene Gesundheitsreform 2011 legt u.a. auch die Pflichtversicherungsgrenze und Beitragsbemessungsgrenze (die übrigens jeweils erstmalig sinkt) fest.
Der Wechsel in die PKV wird bei Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze wieder nach nur 1 Jahr möglich. Es reicht dann aus, wenn das Einkommen des Krankenversicherten vom 01.01. bi s 31.12. des Jahres über der Pflichtversicherungsgrenze liegt, um zum 01.01. des nächsten Jahres in die private Krankenversicherung wechseln zu können. Arbeitnehmer, die den Arbeitgeber wechseln und beim neuen Arbeitgeber auf ein Jahr hochgerechnet über der Pflichtversicherungsgrenze liegen, können sofort in die PKV wechseln. Der Nachweis, 1 Jahr über der Pflichtversicherungsgrenze gelegen zu haben, ist nicht notwendig.
Für gesetzlich Krankenversicherte wird es teurer: Der Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung steigt von 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent des Bruttolohnes. Zudem wird der Arbeitgeber-Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ab Januar 2011 eingefroren. Bei späteren Beitragserhöhungen sowie auch bei Zusatzbeiträgen muss der Arbeitnehmer diese erhöhten Kosten allein tragen..
Dezember 2010 - Der offizielle Stichtag für einen Wechsel der KFZ-Versicherung war der 30. November. Wer diesen Termin verpasst hat, hat aber noch eine zweite Chance. Denn auch wenn eine ordentliche Kündigung der eigenen KFZ-Police erst Ende 2011 wieder möglich ist, können KFZ-Versicherte jenseits des Stichtags für den Wechsel der KFZ-Versicherung etliche Sonderkündigungsrechte nutzen. Wenn z.B. die KFZ-Versicherung die Beiträge erhöht, ohne zugleich auch die Leistungen zu verbessern. Versicherte können auch wechseln, wenn sie ihr Fahrzeug abmelden oder dauerhaft stilllegen. Die KFTZ-Versicherung endet auch mit dem Verkauf des Autos. Zudem können Kunden nach einem Schadensfall ihren KFZ-Versicherer wechseln - und das auch unabhängig davon, ob und wie die Versicherung den Schaden reguliert. Allerdings müssen auch hier die Fristen beachtet werden. Ab Erhalt des Versicherungsschreibens haben Kunden nämlich genau einen Monat Zeit, um die außerordentliche Kündigung der KFZ-Versicherung einzureichen
November 2010 - Der im Bundestag hat mit schwarz-gelber Mehrheit am 12. November 2010 die Vorschläge von Gesundheitsminister Philipp Rösler angenommen. Die gesetzliche Krankenversicherung wird damit teurer. Im kommenden Jahr müssen die GKV-Beitragszahler ca. sechs Milliarden Euro mehr bezahlen. Mittelfristig müssen sich Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen zudem auch auf wachsende Zusatzbeiträge einstellen, da das Finanzierungssystem der GKV umgestellt wird.
Die Gesundheitsreform sieht u.a. vor, den Krankenkassenbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung nach der Erhöhung zum 01. Januar 2012 einzufrieren. Künftige Kostensteigerungen werden dann über Zusatzbeiträge finanziert, die die GKV-Mitglieder allein zahlen müssen. Für 2010 werden Zusatzbeiträge nur bei wenigen Krankenkassen erwartet, mittelfristig allerdings flächendeckend. Ein Sozialausgleich soll dabei Überforderungen von gesetzlich Krankenversicherten vermeiden, sobald ein in der GKV Versicherter zwei Prozent seines Einkommens für den Zusatzbeitrag aufbringt. Finanziert wird dieser Ausgleich aus einem Sonderzuschuss des Bundes von zwei Milliarden Euro an den Gesundheitsfonds - also aus Steuermitteln.
Oktober 2010 - Im Zuge der Gesundheitsreform wurde am 22.09.2010 im Kabinett das GKV-Finanzierungsgesetz beschlossen. Es sieht u.a. für 2011 umfassende Änderungen in der gesetzlichen Krankenversicherung vor, unter anderem:
Laut Gesundheitsminister Rösler sollen diese Maßnahmen die für 2011 erwartete Finanzierungslücke von ca. 11 Milliarden Euro schließen. Ende September 2010 muss der Bundestag der Gesundheitsreform nur noch seine Zustimmung erteilen. Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber wird es ab Anfang 2011 eine Anhebung des Beitragssatzes um jeweils 0,3 Prozent geben. Somit wird der allgemeine Beitragssatz von 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent angehoben. Die Regierung hat hiermit in die Wege geleitet, dass allein die Krankenersicherten für künftige Kostensteigerungen aufkommen müssen. Der Arbeitgeberanteil an den Beiträgen wird dagegen bei 7,3 Prozent eingefroren. Auch wurden umfassende Änderungen bei den Zusatzbeiträgen der gesetzlichen Krankenkasse beschlossen. Aktuell darf dieser ein Prozent des beitragspflichtigen Einkommens nicht übersteigen (max. 37,50 Euro). Ab 2011 soll diese Obergrenze wegfallen, so dass eine gesetzliche Krankenkassen von ihren Mitgliedern einen pauschalen Zusatzbeitrag in unbegrenzter Höhe fordern dürfen.
Diese und weitere geplante Maßnahmen zur Gesundheitsreform machen den Wechsel in die private Krankenversicherung für viele immer sinnvoller. Dieser Wechsel in die PKV soll ab kommendem Jahr mit einer Änderung der Versicherungspflichtgrenze vereinfacht werden. Künftig muss ein Angestellter dafür nur noch im Jahr vor der Antragstellung ein Jahresgehalt von mehr als 49.500 Euro vorweisen. Angestellte, die 2010 diese Grenze überschreiten werden, sollen also bereits zum 01.01.2011 in die PKV wechseln können. Gerade für besser verdienende Arbeitnehmer ist die private Alternative oft die weitaus bessere, da gerade sie von günstigeren Beiträgen und höherwertigen Leistungen profitieren können.
September 2010 - Wer Hartz-IV (ALG-II) bezieht, hat Anspruch auf die komplette Übernahme der Beiträge für eine private Krankenversicherung (PKV). Die Arbeitsagentur müsse nach einem Urteil des Landessozialgerichts Saarland für einen Bezieher von HARTZ IV diese Kosten übernehmen. Das Sozialgericht gab damit der Klage eines privat Krankenversicherten, der ALG-II Transferleistungen bezieht statt. Der Käger kann seinen Beruf nicht mehr ausüben und hatte die vollständige Übernahme seiner PKV-Krankenversicherungsbeiträge durch die Arbeitsagentur gefordert. Vorher musste der Kläger die Differenz zwischen dem KV-Zuschuss der Arbeitsagentur und den tatsächlichen Kosten der privaten Krankenversicherung in Höhe von rund 80,00 Euro monatlich selbst bezahlen.
August 2010. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) will nach Medienberichten für Arbeitnehmer den Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) leichter und schneller als bisher möglich machen. Geplant sei nach Informationen der Wirtschaftszeitung „Handelsblatt", die aktuelle Wartezeit von drei Jahren für einen Wechsel in die PKV auf ein Jahr zu verkürzen. Voraussetzung solle u.a. dann sein, dass Arbeitnehmer in dieser Zeit ein Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze von derzeit monatlich 4.162,50 Euro haben.
Juli 2010 - Schlechte Nachrichten für gesetzlich Krankenversicherte: CDU und FDP haben sich auf Eckpunkte ihrer Gesundheitsreform festgelegt. Der Versicherungsbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer soll von 14,9 auf 15,5 Prozent steigen, so Bundesgesundheitsminister Rösler (FDP). Zudem sollen Arbeitnehmer in Zukunft 8,3 Prozent, Arbeitgeber 7,3 Prozent vom Einkommen zahlen müssen. Der Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung wird allerdings eingefroren. Des weiteren soll auch die bisherige Deckelung der Zusatzbeiträge auf ein Prozent abgeschafft werden - die gesetzlichen Krankenkassen dürfen die Höhe dieser Zusatzbeiträge also künftig selbst bestimmen. Rösler sagte, mit den Maßnahmen werde es gelingen, das für 2011 zu erwartende Defizit von 11 Mrd. Euro auszugleichen. Das bleibt natürlich abzuwarten.
Juni 2010 - Wie SPIEGEL-Online berichtet, sollen sich Bundesversicherungsamt und -gesundheitsministerium einig sein, die Krankenkasse City BKK zu schließen. Die Krankenkasse habe in den Jahren 2009 und 2010 rund 50 Millionen Euro Schulden angehäuft. Der Vorstandsvorsitzende des BKK-Landesverbands Baden-Württemberg, Konrad Ehing, rechnet bei einer Schließung der City BKK mit Kosten von 150 Millionen Euro. Diese Kosten müssten dann innerhalb des BKK-Systems umgelegt werden.
Mai 2010. Auch in der privaten Krankenversicherung (PKV) muss der Versicherer nicht alle Behandlungskosten tragen. Viele Privatversicherte gehen davon aus, dass sie alle Rechnungen für medizinische Behandlungen bei ihrer privaten Krankenversicherung zur Kostenerstattung einreichen können. Doch von der PKV werden letztendlich nur die Kosten übernommen, die vertraglich vereinbart wurden bzw. die in den Versicherungsbedingungen festgelegt sind. Die Wahl des richtigen PKV-Tarifs spielt also eine wichtige Rolle. Zu beachten ist dabei auch, dass in den günstigen PKV-Tarifen nicht alle Behandlungskosten abgedeckt werden.
April 2010 - Kinder, die ein Studium an einer Universität bzw. Hochschule aufnehmen, können laut einer Pressemitteilung der "DKV Deutsche Krankenversicherung" ihre private Krankenversicherung weiterführen. Der zukünftige Student sollte sich aber unbedingt rechtzeitig eine Versicherungsbescheinigung von der privaten Krankenversicherung holen, weil diese schon bei der Einschreibung zum Studium an der Universität abgegeben werden muss. Die Wahl zwischen privater (PKV) und gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) haben Studenten nämlich nur vor Antritt ihres Studiums. Fehle der Hochschule diese Bestätigung der privaten Krankenkasse, rutsche der Student automatisch in die gesetzliche Krankenversicherung.
April 2010 - Der Vergleich und die richtige Wahl der gesetzlichen Krankenkasse kann helfen, Geld zu sparen. Die Zeitschrift „Finanztest" errechnet dabei Preisunterschiede von jährlich über 500 Euro. Selbst die acht Euro Zusatzbeitrag für die Krankenversicherten können sich rechnen. Seit gesetzliche Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben oder Prämien an ihre Mitglieder ausschütten, kann der Preisunterschied im Extremfall sogar mehr als 500 Euro im Jahr aus, wie „Finanztest" ermittelte. Z.B. müssten gut verdienende Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen BKK für Heilberufe und Gemeinsame BKK Köln (GBK) jetzt für zwölf Monate bis zu 450 Euro zusätzlich zum einheitlichen Beitragssatz für alle gesetzlich Krankenversicherten extra zahlen. Auch ein Vergleich der gesetzlichen Krankenkassen lohnt sich also durchaus.
März.2010 - Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) will laut einem Bericht der Zeitung "Märkischen Allgemeine" für die gesetzliche Krankenversicherung ab dem Jahr 2011 eine sogenannte Gesundheitsprämie in Höhe von voraussichtlich 29,00 Euro je Monat einführen. Dieser Gesundheitszuschlag müsste dann von Krankenversicherten neben den Krankenversicherungsbeiträgen gezahlt werden, so berichtet die Potsdamer Zeitung ohne Quellenangabe. Um die Bürger zu entlasten, plane Rösler den 2005 eingeführten Arbeitnehmer-Zusatzbeitrag i.H. von 0,9 Prozent zu streichen. Die Krankenkassen-Beiträge würden dann wieder paritätisch (also zu gleichen Teilen) von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert. Die Beitragsfreiheit für mitversicherte Familienmitglieder solle erhalten bleiben. Das Gesundheitsministerium lehnte bisher eine Bestätigung oder ein Dementi dieser Meldung ab und verweist auf die Regierungskommission zur Gesundheitsprämie.
März 2010 - Die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) will bei Kontrollen von Krankenhausrechnungen festgestellt haben, dass relativ viele dieser Rechnungen nicht korrekt sind. So soll jede zweite Rechnung zu hoch sein. Durch solche Manipulationen entstünde ein Schaden in Milliardenhöhe. Der Geschäftsbereichsleiter für Angelegenheiten der Krankenhäuser bei der AOK Rheinland-Hamburg. Matthias Mohrmann sagte gegenüber der Zeitung "Kölner Stadtanzeiger: "Etwa jede zweite geprüfte Krankenhausrechnung ist fehlerhaft, zu hoch."
Feburar 2010 - In Folge der Ankündigung von Zusatzbeiträgen droht den betroffenen gesetzlichen Krankenkassen eine Austrittswelle. Nach Berichten der „Bild"-Zeitung sind z.B. bei der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) schon rund 5.300 Mitglieder ausgetreten, bei der Betriebskrankenkasse Deutsche BKK etwa 1.000 Krankenversicherte. Das dürfte aber erst der Anfang sein, denn immer mehr gesetzliche Krankenkassen würden bei den Zusatzbeiträgen die ursprünglich geplanten acht Euro sogar deutlich übersteigen. Gesetzliche Krankenkassen dürfen einen Zusatzbeitrag von maximal einem Prozent des Einkommens erheben, wenn sie mit den Mitteln aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommen.
Von den gesetzlichen Krankenkassen kann ein Pauschalbetrag von bis zu acht Euro pro Monat unabhängig vom Einkommen und ohne Einkommensprüfung verlangt werden. Wollen die gesetzlichen Krankenkassen höhere Zusatzbeiträge erheben, müssen sie diese abhängig vom Einkommen der Versicherten staffeln. Bis zur Beitragsbemessungsgrenze darf ein Prozent vom Bruttoeinkommen des Krankenversicherten erhoben werde, was max. 37,50 Euro pro Monat entspricht.
Januar 2010 - Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) werden teurer, denn Millionen gesetzlich Krankenversicherte müssen mit Zusatzbeiträgen rechnen. Wie verschiedene Zeitungen unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, wollen rund 30 gesetzliche Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben, die Hälfte davon zum 1. April 2010. Betroffen wären etwa zehn Millionen gesetzlich Krankenversicherte. Andere Medien wie z.B. die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hatte zuvor berichtet, dass rund ein Dutzend gesetzliche Krankenkassen einen Zusatzbeitrag von monatlich 8,00 Euro erheben will. Dazu solle neben der Deutschen BKK auch die Deutsche Angestellten Krankenkasse gehören (DAK). SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach befürchtet sogar, dass 2010 die meisten gesetzlichen Krankenkassen zusätzliche Belastungen für ihre Versicherten beschließen werden. Angesichts der Finanzierungslücken in der GKV werde das nur eine Frage der Zeit sein, sagte Lauterbach im ARD-"Morgenmagazin". Das sei eine Konsequenz daraus, dass im Gesundheitswesen nirgendwo gespart werde.
Januar 2010 - Bis Ende 2009 waren Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse, zur privaten Krankenversicherung mit Basisschutz und zur Pflegeversicherung nur begrenzt steuerlich absetzbar. Ab 2010 können sie nun komplett steuerlich geltend gemacht werden. Der Beitragsanteil für das Krankengeld oder Prämien für Zusatzversicherungen (etwa Einbettzimmer, Chefarztbehandlung, Extra-Zahnschutz) ist allerdings auch weiterhin nicht absetzbar, da diese Leistungen nicht zur medizinischen Grundversorgung zählen.
Dezember 2009. Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) drohen mit Beitragserhöhungen für das Jahr 2010 für gesetzlich Krankenversicherte. Die gesetzliche Krankenversicherung wird nach der Experten-Prognose wegen der Wirtschaftskrise im nächsten Jahr ein Defizit von etwa 7,5 Milliarden Euro erwirtschaften, schreibt die "Berliner Zeitung". Der Bund hat zugesagt, gut die Hälfte davon mit Steuermitteln auszugleichen. Das verbleibende Defizit ergebe der "Berliner Zeitung" zufolge aber rein rechnerisch einen Zusatzbetrag von 6,00 Euro. Diesen Betrag müsste jeder unabhängig von seinem Einkommen zahlen, erst ab 8,99 Euro gibt es eine Einkommensprüfung.
Dezember 2009. Rund 10 Prozent der Deutschen sind bei einer privaten Krankenkasse versichert. Viele der privaten Krankenversicherungen versenden derzeit Beitragserhöhungen an ihre Kunden. Denn steigende Kosten im Gesundheitswesen lassen nicht nur die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) steigen. Laut Informationen der "Süddeutschen Zeitung" werden viele private Krankenkassen zum Jahresbeginn 2010 ihre Prämien um bis zu 10 Prozent erhöhen. Da die privaten Krankenkassen für ihre Tarife aber nur Durchschnittswerte angeben, könnte es für den ein oder anderen Krankenversicherten - je nach gewähltem PKV-Tarif - sogar noch etwas teurer werden. Die private Krankenversicherung ist genau wie die gesetzliche Krankenversicherung von den steigenden Kosten im Gesundheitsbereich betroffen. Darüber hinaus unterscheidet aber ein wesentlicher Faktor die private Krankenversicherung von den gesetzlichen Krankenkassen: Im Gegensatz zur GKV, bei denen der Gesetzgeber starken Einfluss auf den Leistungskatalog oder die Selbstbeteiligungen hat, müssen private Krankenversicherer ihren Versicherten die versprochenen Leistungen bis zum Ende der Vertragslaufzeit gewähren. Mögliche Kosten müssen von den privaten krankekassen also umfassender und langfristiger kalkuliert werden
November 2009. Zur Impfung gegen die neue Influenza, die sogenannte Schweinegrippe, erklärte der Direktor des Verbandes der privaten Krankenversicherung (PKV), V. Leienbach: "Der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) unterstützt die Impfaktion gegen die neue Influenza („Schweinegrippe"). Die Weltgesundheitsorganisation hat angesichts der Ausbreitung des Virus die Pandemie-Alarmstufe 6 ausgerufen, sieht also akute Seuchengefahr. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung zunächst für Medizinpersonal, chronisch Kranke und Schwangere, danach grundsätzlich für alle Bevölkerungsgruppen."
Die PKV beteiligt sich in allen Bundesländern an den Fonds zur Finanzierung der Impfung. Damit haben Privatversicherte den gleichen Anspruch auf kostenfreie Impfung gegen die neue Influenza wie gesetzlich Krankenversicherte. Ärzte dürfen dafür also keine gesonderte Rechnung stellen, weil mit dem Beitrag der Privaten Krankenversicherung zu den Impffonds sämtliche Leistungen bereits bezahlt sind. Die Impfung ist eine besondere Schutzmaßnahme des Staates zur Gefahrenabwehr für alle Bürger, unabhängig von ihrem Versichertenstatus in einer Krankenkasse. Dabei werden die Impfärzte nicht als Freiberufler tätig, sondern als Auftragnehmer des Öffentlichen Gesundheitsdienstes der Länder. Der Impfstoff befindet sich in staatlichem Besitz, kann also nicht einzelnen Personen auf Rezept ärztlich verordnet werden. Falls einzelne Ärzte dennoch versuchen sollten, gesonderte Abrechnungen nach der Gebührenordnung (GOÄ) zu stellen, wäre dies nicht zulässig. Betroffene sollten dann ihre private Krankenversicherung darüber informieren.
Oktober 2009. Der neue Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) stellt bereits wenige Tage nach Amtsübernahme seine Konzepte für ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen vor. Rösler will mehr Wettbewerb, mehr Freiheit und diese Aspekte auch in den kommenden Jahren durchsetzen. Rösler setzt offensichtlich auf die stärkere Privatisierung des Gesundheitssystems. Die Beitragsgestaltung soll sich daher weniger am Einkommen als an den individuellen Gegebenheiten orientieren. Dazu haben Union und FDP die Umgestaltung der gesetzlichen Krankenversicherung ab 2011 vorgesehen. Möglich sei auch die Schaffung einer Kopfpauschale, die unabhängig vom Einkommen erhoben wird.
Der Wettbewerb in der Krankenversicherung solle dabei alle Bereiche umfassen: Ärzte, Therapien, Medikamente, Krankenkassen. Ziel sei die Sicherstellung der hohen Versorgung, wenn möglich, sogar die Verbesserung der medizinischen Versorgung. Eine stärkere Privatisierung und Kapitaldeckung in der Krankenversicherung sollen diese ziele erreichen. Jeder Krankenversicherte solle künftig die Wahl der Therapie, des Arztes und der Krankenkasse haben. Der Wettbewerb unter den Krankenkassen müsse deutlich ausgefeilter sein als aktuell. Ärzten müsse mehr Zeit bei der Behandlung ihrer Patienten gegeben werden, z.B. durch Bürokratieabbau.
Oktober 2009. Gutverdiener sollen künftig schneller zu privaten Krankenkassen wechseln können. Wie heute in verschiedenen Medien berichtet wird, sollen Gutverdiener mit mehr als 4.162,50 Euro Monatseinkommen (49.950 Euro im Jahr) dann nur noch ein Jahr warten müssen, bis sie die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) verlassen und zur privaten Krankenversicherung wechseln dürfen. Aktuell beträgt die Mindestwartezeit noch drei Jahre, nachdem die schwarz-rote Vorgängerregierung die Frist bei der jüngsten Gesundheitsreform heraufgesetzt hatte.
Oktober 2009. Angesichts des zu erwartenden Defizits von 7,5 Milliarden Euro in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) fordern die ersten gesetzlichen Krankenkassen eine Erhöhung des Beitragssatzes. Zusatzbeiträge allein reichten nicht mehr aus. Die gesetzlichen Krankenversicherungen fordern zudem einen ein Sparpaket von der Regierung. Die Einnahmen von Pharmaindustrie, Krankenhäusern und Ärzten dürften nicht ungebremst steigen, erklärte Verbandschefin Doris Pfeiffer. Des weiteren solle Steuerzuschuss an die gesetzlichen Krankenkassen oder den Beitragssatz von derzeit 14,9 Prozent des Bruttolohns angehoben werden.
September 2009. Laut GKV-Spitzenverband bleibe der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im kommenden Jahr 2010 stabil bei 14,9 Prozent. Allerdings würde es für die gesetzlich Krankenersicherten teurer, denn sie müssten Anfang des nächsten Jahres mit einer Welle von Zusatzbeiträgen rechnen, sagte die Chefin des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer gegenüber der Zeitung "Berliner Morgenpost".
September 2009. Das Bundesgesundheitsministerium (SPD-geführt) in Berlin dementiert Berichte, wonach es eine Studie in Auftrag gegeben habe, mit der eine Abschaffung der privaten Krankenversicherung (PKV) in die Wege geleitet werden soll. "Das ist absoluter Nonsens. Schon von einem Prüfauftrag zur Abschaffung der PKV kann keine Rede sein", so ein Ministeriumssprecher auf Nachfrage gegenüber der "Ärzte Zeitung". In ihrem Wahlprogramm fordert die SPD die Einbeziehung der privaten Krankenkassen in den Risikostrukturausgleich der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sowie einen Solidarausgleich von privater und sozialer Pflegeversicherung.
August 2009. Die Barmer Ersatzkasse äussert lt. Medienberichten im Vorfeld der Bundestagswahl Reformwünsche zum Gesundheitssystem. Die private Krankenversicherung (PKV) solle nach den Wünschen der Barmer Ersatzkasse nur noch Zusatzleistungen anbieten und gesetzliche Krankenversicherung (GKV) die Vollversorgung garantieren. Den Grund dieser Reformwünsche sieht die Barmer Ersatzkasse im großen Risikopotential der kapitalgedeckten, privaten Gesundheitsvollversorgung. In Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise könne das zu einem großen Problem werden, die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hingegen sei immer ein Garant für Sicherheit gewesen. Barmer Vorstand-Chef Vöcking fordert zudem höhere Steuerzuschüsse für die gesetzlichen Krankenkassen.
Juli 2009. Der Grund dafür liege in den steigenden Ausgaben für alle Krankenversicherungen. Private Krankenversicherungen sowie die gesetzlichen Krankenkassen seien von den Kostensteigerungen gleichermaßen betroffen.
Juli 2009. Der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sinkt ab 01.07.09 von 15,5 auf 14,9 Prozent. Ein allein stehender Arbeitnehmer mit einem Jahresbruttolohn von 30.000 Euro zahlt dann pro Jahr ca. 90,00 Euro weniger. Möglich wird diese Beitragssenkung, weil der Bund zusätzliche Milliarden Steuergelder ins Gesundheitssystem pumpt.
Juni 2009. Niederlage für die privaten Krankenversicherungen: Wer krank ist oder den Krankenversicherern aus anderen Gründen nicht passt, durfte von ihnen bisher abgewiesen werden. Das ist jetzt vorbei: das Verfassungsgericht hat die Gesundheitsreform der Regierung für rechtens erklärt, die Basistarife der privaten Krankenversicherungen für alle Bürger verlangt. Laut Urteil müssen die privaten Krankenversicherungen auch sogenannte schlechte Risiken wie etwa Menschen mit niedrigem Einkommen in einen Basistarif aufnehmen.
Geklagt hatten die Versicherungen Victoria, Axa, Süddeutsche Krankenversicherung, der Debeka Versicherungsverein, die Allianz Krankenversicherung sowie drei privat versicherte Bürger. Sie wandten sich dagegen, dass die privaten Krankenkassen seit diesem Jahr einen einheitlichen Basistarif anbieten müssen. Nach den Worten des Gerichts ist jedoch der rund 570 Euro teure basis-Tarif, der sich an den Leistungen der gesetzlichen Kassen (GKV) orientiert, für Durchschnittsverbraucher nicht attraktiv. Der von den Privatkassen befürchtete massenhafte Wechsel sei daher nicht zu erwarten. Von den rund 8,4 Millionen Privat Krankenversicherten sind laut Presseberichten bisher erst etwa 6000 Krankenversicherte in den Basistarif gewechselt.
Mai 2009. Der einheitliche Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen (GKK) von 15,5 % seit Anfang 2009 soll den Wettbewerb um Service und Leistungen für die Krankenversicherten fördern. Aber viele Krankenversicherungen versprechen ihren Kunden Zusatzleistungen, Bonusprogramme, Wahltarife und Rückzahlungen. Daher kann sich der Wechsel trotz GKV-Einheitsbeitrag lohnen. Aber die Angebote, mit denen die Krankenkassen seitdem werben, stimmen mit der Wirklichkeit häufig nicht überein. Das hat die Zeitschrift Finanztest in ihrer aktuellen herausgefunden. Die Finanzexperten haben Krankenversicherungen von 113 Krankenkassen Ausgabe miteinander verglichen.
Mai 2009. Nach Meldungen des Magazins Focus müssen sich Millionen AOK-Versicherte ab 1. Juni 2009 darauf einstellen, in vielen Fällen nicht mehr ihre gewohnten Arzneimittel zu bekommen. Hintergrund sind neue Rabattverträge, die die Krankenkasse AOK in Berlin vorstellte. Die AOK will über mehr als 300 Sonderverträge mit einzelnen Pharmaherstellern rund 512 Millionen Euro einsparen. In Zulunft sollen Patienten die 63 ausgeschriebenen Wirkstoffe nur noch von einem bestimmten Hersteller bekommen, mit dem die AOK einen solchen Vertrag hat. Für viele Patienten - vor allem chronisch Kranke - bedeuten diese Rabattverträge, dass sie von ihrem bisherigen Präparat auf ein anderes mit dem gleichen Wirkstoff wechseln müssen.
Mai 2009. Wie die "Berliner Morgenpost" berichtet, könnten schon Mitte dieses Jahres die ersten gesetzlichen Krankenkassen (GKV) Zusatzbeiträge von ihren Versicherten verlangen. Die gesetzlichen Krankenkassen fürchten in der aktuellen Wirtschaftskrise um ihre finanziellen Grundlagen. Nach Informationen der Bild-Zeitung rechnen die Kassen bis 2010 mit Beitragsausfällen i. H. von 7,34 Milliarden Euro. Wie der Präsident des Bundesversicherungsamts, Josef Hecken sagt, seien nach derzeitigem Stand ca. 4,5 Millionen Mitglieder in 16 Krankenkassen von diesen Plänen betroffen. Schätzungen zufolge sorgt der erwartete Anstieg der Arbeitslosenzahlen 2009 bei den Kassen für Einnahmeausfälle von 2,89 Milliarden und im kommenden Jahr von 4,45 Milliarden Euro. Bis 2010 droht dem Gesundheitsfonds und den Krankenkassen ein Defizit von mehr als elf Milliarden Euro. Sollten aktuelle Konjunkturprognosen eintreffen, würden allein die Einnahmen des Gesundheitsfonds in diesem und im nächsten Jahr um sechs Milliarden Euro einbrechen, sagte Ingo Kailuweit, Chef der Krankenkasse KKH-Allianz.
April 2009. Seit 1. Januar 2009 gilt der bundeseinheitliche allgemeine Krankenversicherungsbeitrag von 15,5 Prozent. Der ermäßigte Beitragssatz, den Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung ohne Krankengeldanspruch zahlen, beträgt seit dem 01.01.2009 14,9 %. Ab 1. Juli 2009 soll es eine Senkung der Beiträge geben: der allgemeine Beitragssatz soll dann nur noch 14,9 Prozent und der ermäßigte Beitragssatz 14,3 Prozent betragen.
März 2009. Laut Bürgerentlastungsgesetz, das noch den Deutschen Bundestag passieren muss, sollen gesetzlich Krankenversicherte ab 2010 ihren Eigenanteil an den Krankenkassenbeiträgen und an der Pflegepflichtversicherung fast komplett steuerlich geltend machen können. Lediglich für das Krankengeld wird ein Abzug von 4,0 Prozent vorgenommen. Privat Versicherte sollen die Beiträge für ihre private Krankenversicherung (PKV) ebenfalls geltend machen. Dies aber nur, so weit der Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vergleichbar ist. Das heißt, für Tarifbausteine wie Chefarztbehandlung und Einbettzimmer gibt es keinen Steuerrabatt. Für Vorsorgeaufwendungen (wie etwa Beiträge zu Kranken-, Pflege-, Unfall-, Haftpflicht-, Arbeitslosen- und Kapitallebensversicherungen) war die Absetzbarkeit bisher auf 1.500 Euro im Jahr für Arbeitnehmer und 2.400 Euro für Selbstständige begrenzt. Diese Grenze würde ab 2010 wegfallen.
Februar 2009. Wichtig dabei ist u.a., dass Privatversicherte erstmals zu einer anderen privaten Krankenkasse (PKV) wechseln können, ohne dass Ihre Alterungsrückstellung dabei verloren geht. Tipp: PKV-Bestandskunden sollten die Kündigung der alten und den Aufnahmeantrag bei der neuen Krankenversicherung noch in den ersten sechs Monaten dieses Jahres vornehmen. Ab 2. Halbjahr 2009 gilt die Wechselmöglichkeit nur noch für Krankenversicherte ab 55 Jahren oder für Bedürftige.
Januar 2009. PKV-Verbandschef Reinhold Schulte kritisierte gegenüber Agentur Reuters die geplanten Steuerzuschüsse zur Senkung der Beiträge bei den gesetzlichen Krankenkassen (GKK). Schulte bezeichnete eine Beitragssenkung mit schuldenfinanzierten Milliardenzuschüssen als ordungspolitischen Sündenfall. Mit diesem Beschluss würde man 8,6 Millionen privat Krankenversicherten ausgrenzen und eine Wettbewerbverzerrung zulasten der privaten Krankenversicherung herbei führen. Schulte verwiese auch darauf, dass die privat Versicherten in der Gesundheitsreform bereits vom Bundeszuschuss zur Finanzierung der beitragsfreien Mitversicherung von Kindern ausgegrenzt würden. Mit diesem Vorwurf beschäftigt sich aktuell das Bundesverfassungsgericht (BVG).
Unter diesem Link finden Sie eine Checkliste der Bundesregierung für Krankenversicherungen. (Januar 2009)
Selbstständige und Freiberufler, Beamte, höherverdienende Angestellte und Studenten können ohne die Begrenzung der Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze) eine Private Krankenversicherung (PKV) abschließen. Bei Angestellten muss dagegen das Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegen. Die Höhe der Versicherungspflichtgrenze steigt jährlich und beträgt aktuell für 2009 48.600 EUR p. a. (4.050 EUR monatlich). Ein sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer muss jetzt aber in drei aufeinander folgenden Kalenderjahren die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschritten haben und diese voraussichtlich im vierten Kalenderjahr überschreiten um anschliessend zum 01.01. des vierten Jahres in eine private Krankenversicherung wechseln zu können. (Januar 2009)
Dezember 2008. Im Januar 2009 startet bekanntlich der Gesundheitsfonds. Der Präsident des Bundesversicherungsamts erwartet, dass schon in einem halben Jahr viele Krankenversicherte eine Extragebühr an die Krankenkasse bezahlen müssen. Ich rechne damit, dass dann etwa 20 Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben werden, sagte Josef Hecken dem SPIEGEL. Betroffen seien etwa sechs Prozent der Krankenversicherten, also etwa vier Millionen Krankenkassen-Mitglieder. Auch die Krankenkassen selbst warnen vor finanziellen Engpässen. Bereits heute ist absehbar, dass der Gesundheitsfonds vor dem Hintergrund der weltweiten Finanzkrise mit einer Unterdeckung startet, so die Chefin des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Doris Pfeiffer, gegenüber der Frankfurter Rundschau. Ebenso wie Hecken erwartet auch Pfeiffer für die zweite Jahreshälfte 2009, dass Krankenkassen ihren Krankenkassen-Mitgliedern Zusatzbeiträge abverlangen werden.
November.2008. Einige neue Regelungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) in Zusammenhang mit der Gesundheitsreform werden am 10. Dezember vor dem Bundesverfassungsgericht (BVG) mündlich verhandelt). Dabei geht es um Verfassungsbeschwerden von Krankenversicherern und Verfassungsbeschwerden von Privatpersonen, die in der privaten Krankenversicherung versichert sind. Das BVG beschäftigt sich aber nur mit Teilen der Gesundheitsreform, vor allem mit den Neuerungen rund um die private Krankenversicherung. Mit BVG-Entscheidungen wird im Frühjahr 2009 gerechnet.
November 2008. Zusatzversicherungen für Zahnersatz bieten lt. der Stiftung Warentest in manchen Fällen nur verhältnismäßig geringe Leistungen. Die Stiftung Warentest bewertete die Zahnersatzleistungen nur in drei Tarifen mit SEHR GUT, immerhin 23 weitere Tarife für Zahn-Zusatzversicherungen erhielten aber die Note GUT.
Oktober 2008. Ab 01. Januar 2009 müssen dank Gesundheitsreform die meisten gesetzlich Krankenversicherten einen monatlichen Beitrag von 15,5 Prozent zahlen. Viele gesetzliche Krankenkassen haben bisher Beitragssätze, die unter 15,5 Prozent liegen. In den künftigen 15,5 Prozent des Bruttoeinkommens ist der Sonderbeitrag von 0,9 Prozentpunkten enthalten, den Arbeitnehmer seit 2005 allein zahlen. 14,6 Prozent werden gleichermaßen zwischen Versichertem und Arbeitgeber aufgeteilt. Viele Versicherte sind daher unsicher: Soll ich meine Krankenkasse jetzt noch wechseln oder sogar zu einer privaten Krankenversicherung (PKV) gehen? Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt rät z. B. aktuell, einen Wechsel der Krankenversicherung in Ruhe abzuwägen. Generell haben sowieso nur GKV-Versicherte mit einem Jahreseinkommen von mehr als 48.150,00 Euro in drei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren die Möglichkeit, in eine private Krankenkasse (PKV) zu wechseln. Nur Selbstständige, Beamte oder Freiberufler können unabhängig von ihrem Einkommen frei wählen. Und wer sich für eine private Krankenversicherung entschieden hat, kann nur in einigen Ausnahmefällen zurück in eine gesetzliche Krankenkasse.
Oktober.2008. Wer eine private Krankenversicherung (PKV) abschliessen will, sollte das noch in diesem Jahr tun. Denn private Krankenversicherungen werden im nächsten Jahr nach Meinung des deutschen privaten Krankenversicherers Debeka für Neukunden um durchschnittlich 15 Prozent teurer. Bei der Debeka z. B. könnte der Preisanstieg für neue PKV-Policen vier bis neun Prozent betragen, für Beamte zwei bis drei Prozent, so Debeka-Vorstandsmitglied Roland Weber gegenüber der Zeitung Tagesspiegel. Grund für die zu erwartenen höheren Kosten sei, dass PKV-Kunden, die 2009 eine private Krankenversicherung abschließen, bei einem späteren Wechsel der privaten Krankenversicherung einen Teil ihrer angesparten Altersrückstellungen mitnehmen dürfen.
September 2008. Ein Wechsel der privaten Krankenversicherung kann sich besonders noch im Jahr 2008 lohnen. Darauf weisen die Krankenversicherungen der Versicherungskammer Bayern hin. Zwar können privat Krankenversicherte im ersten Halbjahr 2009 ihre Alterungsrückstellungen zum Teil mitnehmen, wenn sie sich für einen neuen PKV-Anbieter entscheiden. Doch wechseln können sie dann nur in den jeweiligen Basistarif, in dem sie 18 Monate verweilen müssen und der einen geringeren Versicherungsumfang hat. Deshalb würde sich für viele PKV-Versicherte ein Wechsel des Anbieters noch in diesem Jahr lohnen. Bei ihnen spielt die Mitgabe der Alterungsrückstellung keine große Rolle, die ab dem kommenden Jahr möglich ist. Im Gegenteil: Schließen sie noch im Jahr 2008 einen neuen Vertrag ab, sichern sie sich die günstigen Tarife und ein niedrigeres Eintrittsalter – und können so mit Blick auf den Beitrag langfristig profitieren, so Manuela Kiechle, Vorstandsmitglied der Krankenversicherungen der Versicherungskammer Bayern. Hinzu käme auch, dass PKV-Alterungsrückstellungen im kommenden Jahr nur dann mitgenommen werden können, wenn man in den besagten Basistarif eines anderen PKV-Anbieters wechselt und dort die Mindestverweildauer von 18 Monaten einhält.
September 2009. Wenn am 01. Januar 2009 tritt die Gesundheitsreform in Kraft tritt, sind damit auch Änderungen für freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Versicherte verbunden. Diese Krankenversicherte werden laut Versicherungskammer Bayern stärker belastet als andere Krankenversicherte. Beim Krankengeld hatten freiwillig in der GKV Versicherte bisher die Möglichkeit, dieses als zusätzliches Element in ihre Versicherung mit einzubeziehen: bezahlt wurde oft ein Regelbeitrag, der auch für Arbeitnehmer gilt. Ab dem 43. Tag der Erkrankung erhielt man die Auszahlungen. Diese Regelung soll am 1. Januar 2009 automatisch auslaufen. Wer weiter Krankengeld beziehen will, muss dann eine zusätzliche Versicherung bei einem gesetzlichen oder einem privaten Krankenversicherer abschließen. Darüber hinaus werden sich für freiwillig GKV-Krankenversicherte auch die Beitragssätze erhöhen. Ob sich bei den zu erwartenden Beitragserhöhungen in der GKV der Wechsel in eine Private-Krankenversicherung (PKV) rechnet, hängt auch von den jeweiligen individuellen Bedingungen ab.
September 2009. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen weist aktuell darauf hin, dass man gegen die Folgen von Berufsunfähigkeit eine Versicherung abschließen sollte. Denn jeder vierte Arbeitnehmer wird erwerbsunfähig, im Durchschnitt schon mit 43 Jahren. Von der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente sei häufig nichts zu erwarten. Notwendig sei also privater Schutz in Form einer Versicherung gegen Berufsunfähigkeit, die in ausreichender Höhe abgeschlossen werden und mit optimalen Vertragsklauseln versehen sein sollte.
August 2008. Viele Kunden haben früher Versicherungsverträge nicht selten mit bis zu 5 Jahren Laufzeit abgeschlossen, vor allem in bestimmten wie Rechtsschutzversicherung oder Unfallversicherung. Wollte man als Versicherter früher aus dem Vertrag heraus, gab es bisher keine Chance vor Ablauf dieser vereinbarten fünf Jahre zu kündigen. Dank neuem Versicherungsvertragsgesetz aber kann nun auch schon nach 3 Jahren gekündigt werden. Dies gilt vorerst für alle ab dem 01. Januar 2008 geschlossenen Verträge. Ab 2009 dann auch für alle Altverträge, die bereits vor 2008 geschlossen wurden. Die reguläre Kündigungsfrist für Versicherungsverträge von 3 Monaten gilt aber weiterhin und ist einzuhalten.
August 2008. Ab 01.01.2009 können Neukunden in der privaten Krankenversicherung bei einem Wechsel der PKV einen Teil der Altersrückstellungen mitnehmen. Die neue Möglichkeit der Mitnahme der Rückstellungen für höheren Aufwand im Alter soll den Wettbewerb der der privaten Krankenversicherung vergrößern. Nach einem Wechsel in den neuen PKV-Basistarif eines privaten Versicherers sollen Kunden dort nun doch nur mindestens 18 Monate verweilen müssen, gab das Bundesfinanzministerium am 17.07. bekannt. Nach Ablauf der Mindestverweildauer besteht für die Versicherten die Möglichkeit, in einen PKV-Volltarif des jeweiligen Versicherungsunternehmens zu wechseln wie auch in den PKV-Basistarif eines anderen Anbieters. Das Zeitfenster für den PKV-Wechsel besteht nur im ersten Halbjahr 2009 und zielt zunächst nur auf den PKV-Basistarif (Beitrag und Leistung praktisch wie gesetzliche Krankenkassen).
(Alle Angaben ohne Gewähr) / maxi-versicherungen.de